FuntasticSix - Allgäu-Orient-Rallye Team 78

... suche nicht das Abenteuer, aber gehe ihm nicht aus dem Weg ...

Tag 20 – Alle Teams in Dalyan, irgendwo.

Tag 20 | Dalyan (TR)
19. Mai 2016 | gefahrene Seemeilen: 20 sm

Heute ist nun der erste Tag der Rallye die mit Sonderaufgaben, Autofahren, etc. nichts zu tun hat. Zumindest für uns. Da wir ja nun schon ungeplant eine Nacht früher in Dalyan angekommen sind können wir an der heutigen Route nicht teilnehmen. Ab ca. 16:00 Uhr werden die anderen Teams erwartet. Somit haben wir erst mal frei.
Der Tag beginnt mit Frühstück im Hotel. Die Auswahl war eher bescheiden, aber wir haben in den letzten Wochen schon schlechter bis gar nicht gefrühstückt. Bis auf dem Umstand das die Milch sauer war. Das Omelette entpuppte sich als Pfannkuchen. Dafür könnten wir draußen frühstücken.
Heute wollen wir mit dem Boot an den Strand fahren. Dort soll man auch Schildkröten beobachten können. Wir lassen es langsam angehen. Erst noch einen Kaffee am Hafen trinken. Zusammen mit Mani von den Propellerheads genießen wir die feie Zeit. Die Fahrt zum Strand für 10 TL hin und zurück ging vorbei an netten Hotels und Spa, sowie an in den Fels gehauene Höhlen die  wie die Höhlen in Ürgüp aussahen. Es hatte auch etwas von Petra in Jordanien, nur kleiner. Am Strand fiel uns sofort ein Seil auf das ungefähr 10 Meter vor dem Wasser auf dem Boden lag. Es war die Grenze zwischen dem Teil wo man mit Liegen gegen Bezahlung in der Sonne brutzelte, davor gab es nur Sand oder eigens mitgebrachte Handtücher. Über füllt war der Strand nicht, auch nicht von den Schildkröten von denen keine einzige zu sehen war. Die Boote die im Prinzip als Wassertaxi gelten hatten Scild mit dem Hinweis „If you warnt to See turtles speak to the captain. Mal unabhängig das der Captain keiner war faselte er irgendwas auf türkdenglisch das würde pro Person 5 TL extra kosten. Die erste Frage die sich mir auftat war, was passiert mit den Gästen an Bord die keine Turtles sehen wollen, über Bord schmeißen?  Keine Ahnung. Wir haben uns darauf verständigt nichts zu zahlen und auch nichts zu sehen. Auch gut. Alle zusammen sind am Strand im Wasser ein wenig hin und her geschlendert, haben Fotos gemacht, und über dies und das geredet. Nach ein paar Stunden fuhren wir wieder zurück.
Auf dem Marktplatz wurde schon eine Bühne aufgebaut. Heute ist ein sogenanntes Friedensfest in Dalyan. Ob die Ankunft und das offizielle Finish der Rallye bewusst so gewählt wurde kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall würde über Lautsprecher in der Stadt wo auch immer der Iman seine Gebete durch die Straßen fegt irgendwas davon erzählt. Der Zentrale Platz wo die Fahrzeuge erwartet werden war 5 Gehminuten entfernt. Alles in dieser Stadt ist sehr kompakt und voll auf Tourismus ausgelegt. Richtig viel los war aber nicht in der Stadt.
Auf dem Weg dorthin trafen wir noch andere Teams. Man gratulierte sich gegenseitig für die Leistung die man in den letzten drei Wochen abgespult hat. Und schon wieder ist ein Team dabei was sich getrennt hat und alleine bzw. mit anderen Teams weiter gefahren ist. Ich glaube dieses Jahr haben viele Teams den Teamspirit falsch eingeschätzt bzw. waren zu viele Alphatiere im Team. Für uns immer noch unverständlich, wie schon 2014 gab es bei uns keine Probleme. Ok, Jörn könnte mal ein bisschen schneller fahren. Aber das werden wir auf der nächsten Rallye nicht mit Streit sondern mit mehr Zylindern und Leistung beeinflussen. Das habe wir schon mal festgelegt. 6 oder 8 Zylinder müssen es sein.
Im Restaurant haben wir türkisch gespeist. Überhaupt besteht der Aufenthalt in Dalyan nur aus essen, glaube ich. Richtig viele Teams kamen aber nicht an. Der Platz, bzw. das Fahrerlager lag 50 Meter vor uns. Wir glaubten das die meisten Teams die die Stadt erreichen als erstes den Marktplatz sehen wo direkt neben der Bühne ein kleiner Platz war wo bereits ein paar Fahrzeuge parkten. Der deutsche Herdentrieb sorgt dann für den Rest. Unsere Vermutung war richtig. Auch hier begrüßte und beglückwünschte man sich gegenseitig. Doch schnell wurde das größte Problem des Zielortes sichtbar. Alle Teams übernachteten überall in den umliegenden Hotels. So ein richtiges Happyning mit anderen Teams könnte nicht aufkommen. In den vergangenen Jahren gab es ein Hotel für alle Teams das vom OK organisiert wurde. In Dalyan gab es aber gar kein Hotel mit den notwendigen Kapazitäten. Da hat das  OK einfach gar nichts gemacht. Sehr schade. So kann keine gute Stimmung aufkommen und ein gemeinsamschaftlicher Abend kann gar nicht erst entstehen.
Details bezgl. Fahrzeugübergabe und Rückflüge werden bekanntgegeben. Wie schon so oft per Zufall auf Facebook gesehen. Die von uns eingerichtete whatsapp Gruppe der viele Teams angehören macht es da wesentlich einfacher. Hier werden die Posts aus Facebook rein kopiert. Einfach und funktional.
Die Fahrzeuge verbleiben im Ort Dalyan. Das ist gerade für uns sehr angenehm. Somit entfällt der Transfer nach Dalaman der ursprünglich geplant war. Mit drei und null Zylindern ein nicht einfaches Unterfangen. Der Transfer zum Flughafen erfolgt zwei Stunden vor Abflug nach Istanbul. Heißt für uns bei Abflug 07:25 dann 05:25. Warum ich immer egal wo ich hinfliege mitten in der Nacht los muss bleibt mir schleierhaft.
Das Friedensfest hat begonnen. Mit dem abspielten der türkischen Nationalhymne bleiben alle Türken wie versteinert, egal wo sie stehen oder in welcher Situation sie sich befinden stehen. Nationalstolz wird hier sehr groß geschrieben. Neben Ansprachen auch für die Allgäu Orient Rallye gab es etliches Händeschütteln. Die offiziellen Würdenträger kann man immer daran erkennen in dem vor deren Sitzplatz immer ein Tischchen mit Decke und den 0,1 l Bechern Mineralwasser steht. Eine der Hauptattraktion war der türkische Elvis Presley im Camp David Hemd. Vielleicht war es auch Johnny Cash. Auf jedenfalls türkische Countrymusik in einer Lautstärke wo noch das Irish Pub in Tiflis eine Zelle der Ruhe darstellt.
In einem Café lassen wir zusammen mit den Propellerheads den Abend ausklingen. Morgen ist Siegerehrung. Vorher müssen noch alle Teams als Erntehelfer auf einer Orangenplantage mitarbeiten und soviel wie möglich Orangen in einer Zeit X sammeln. Sonderaufgaben nennt sich sowas. Gute Nacht. Bis morgen auf diesen Kanal.
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[…] So wie auch niemand bei McDonald ist und er Laden immer proppenvoll ist. Nach dem Frühstück mit frischer Milch ging es erst mal in Richtung „Fahrerlager“. Wir sind mit der RMS Hildesia hingefahren. […]

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